Diabetes Typ 2

Diabetes Typ 2 – Was ist das?

Typ 2 Diabetes

Diabetes mellitus Typ 2 ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, welche aufgrund einer Insulinresistenz entsteht. Das bedeutet, dass die Bauchspeicheldrüse zwar genügend Insulin produziert, die Körperzellen auf das Insulin jedoch nur noch vermindert oder gar nicht mehr reagieren. Das führt dazu, dass der Blutzuckerspiegel steigt und kein bzw. wenig Zucker in die Körperzelle transportiert wird.
Aufgrund der Insulinresistenz der Zellen produziert die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin, was zu einer dauerhaft erhöhten Insulinproduktion führt. Wenn die erhöhte Insulinproduktion über einen langen Zeitraum nicht diagnostiziert wird, kann sie in einer Ermüdung der Bauchspeicheldrüse münden.

Diabetes Typ 2 führt häufig über mehrere Jahre zu keinen Symptomen. Problematisch ist diese Tatsache, da der erhöhte Blutzuckerspiegel Schäden an Blutgefäßen und Nerven verursachen und beschleunigen kann.

Diabetes Typ 2 – Symptome

Beschwerden treten bei einer Diabetes Typ 2 Erkrankung meist erst nach mehreren Jahren auf. Die Diagnose wird dann oft zufällig bei Routineuntersuchungen oder nach Folgeerkrankungen wie einem Herzinfarkt gestellt.

Mögliche Symptome einer Diabetes Erkankung sind:

  • Müdigkeit
  • Erhöhter Durst und Harndrang
  • Trockene Haut
  • Schlecht heilende Wunden
  • Schwäche
  • Leistungsminderung
  • Gewichtsverlust

Wenn Sie solche Beschwerden bei sich feststellen, sollten Sie unbedingt Ihren Blutzucker messen lassen. Testen Sie Ihren Blutzucker mit einem Blutzuckermessgerät oder suchen Sie Ihren Hausarzt auf.

Diabetes Typ 2 – Ursachen und Risikofaktoren

Bei der Entstehung von Diabetes Typ 2 treffen meist mehrere Faktoren aufeinander. Häufig ist es ein Zusammenspiel von Veranlagung und Lebensstil.
Neben der Veranlagung sind einige Risikofaktoren, welche die Entwicklung von Diabetes Typ 2 begünstigen bekannt:

  • Fettleibigkeit
  • Bewegungsmangel
  • ungesunde Ernährung
  • Alter

Die gute Nachricht: Mit einem bewussten Lebensstil, mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung können bereits die meisten Risikofaktoren minimiert werden.

Diabetes Typ 2 – Diagnose

Treten die genannten Symptome auf (siehe Diabetes Typ 2 -Symptome und Risikofaktoren) müssen ärztliche Untersuchen klären, ob eine Diabeteserkrankung vorliegt. Eine Untersuchungsmöglichkeit ist der Glukosetoleranztest. Hier trinkt der Patient auf nüchternen Magen eine 75g Glucose-Wassermischung. 120 Minuten später erfolgt dann eine Blutzuckermessung. Sind die Messergebnisse über 200 mg/dl, spricht dies für eine Diabeteserkrankung. Bestätigen sich die Ergebnisse auch bei einer zweiten Messung zu einem späteren Zeitpunkt, wird die Diagnose Diabetes gestellt.

Diabetes Typ 2 – Therapie

Hier gibt es je nach Grad der Erkrankung verschiedene Herangehensweisen:

  1. Änderung des Lebensstils: Sofern es möglich ist, sollte vor dem Einsatz von Medikamenten oder Insulinpräperaten die Änderung des Lebensstils mit regelmäßiger Bewegung, ausgewogener Ernährung und wenn nötig der Abbau von Übergewicht zu Beginn im Fokus stehen.
  • Abbau von Übergewicht: Übergewicht gilt als einer der größten Risikofaktoren für Diabetes Typ 2. Die Reduktion von Übergewicht kann die Insulinresistenz der Körperzellen so weit mindern, sodass der Blutzucker ohne Medikamente und Insulinpräparate im Normbereich gehalten werden kann.
  • Ausgewogene Ernährung: Um langfristig abzunehmen und das Gewicht zu halten ist eine bewusste Ernährung unabdingbar. Zusätzlich hilft eine ballaststoffreiche Kost den Blutzucker zu senken. Ballaststoffe sind hauptsächlich in pflanzlichen Lebensmitteln vorhanden.
  • Bewegung: Neben der vielen weiteren gesundheitlichen Vorteilen, mindert ein regelmäßiges Bewegungsprogramm die Insulinresistenz der Körperzellen und trägt somit zu einem normalen Blutzuckerspiegel bei.

2. Medikamente: Um den Blutzucker dauerhaft im Normbereich zu halten, reicht in manchen Fällen reicht die Änderung des Lebensstils nicht aus. Hier können unterstützend Medikamente eingesetzt werden. Die Wirkungsweise der Medikamente ist unterschiedlich. Hauptsächlich verbessern sie die Insulinempfindlichkeit der Zellen, regen die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse an oder hemmen die Aufnahmegeschwindigkeit des Zuckers vom Darm in das Blut.
Welche Medikamente eingesetzt werden müssen, obliegt der Entscheidung des Arztes oder Diabetologen.

Wichtig: Medikamente können häufig zu Nebenwirkungen führen. Sehen Sie die Medikation deshalb immer nur als Ergänzung Ihrer Lebensstiländerung!

3. Insulintherapie: Gelingt es nicht den Blutzucker mit der Lebensstiländerung und Medikamenten in den Normbereich zu bringen, besteht die Möglichkeit zusätzlich mit Insulinpräparaten zu arbeiten. Hier stehen mehrere Therapieformen zur Verfügung, welche mit Kurz-, Lang- oder Mischinsulinen funktionieren. Teilweise werden die Medikamente weiterhin begleitend eingenommen.
Welche Therapieform für Sie infrage kommt, besprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Diabetologen

 

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