Diabetes Typ 1

Diabetes Typ 1 – Was ist das?

Typ 1 DiabetesDer Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, welche auf einem Insulinmangel beruht. Das körpereigene Immunsystem greift die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse an und zerstört diese nach einiger Zeit komplett. Infolgedessen kann der Körper kein eigenes Insulin mehr produzieren.

Insulin hat die Hauptaufgabe den aus der Nahrung aufgenommenen Zucker in die Zellen zu schleusen. Wie ein Schlüssel öffnet das Insulin die Zelle und ermöglicht den Zuckertransport vom Blut in die Zelle. Fehlt der Schlüssel, so bleibt die Zelle geschlossen und es kommt zu einem stetigen Anstieg des Blutzuckers. Der Zustand wird als Überzuckerung bzw. Hyperglykämie beschrieben und kann bis zum Koma führen.

Um den Blutzucker im Normbereich zu halten, muss regelmäßig der Blutzuckerspiegel mit einem Blutzuckermessgerät gemessen und Insulin von außen zugeführt werden. Dies kann mit einer Spritze oder Insulinpumpe geschehen.

Vom Diabetes Typ 1 sind nur circa 5% aller Diabetiker betroffen. Wesentlich häufiger tritt der Diabetes Typ 2 auf, wobei es im Unterschied zum Typ 1 nicht zu einem Insulinmangel, sondern zu einer Insulinresistenz der Körperzellen kommt. Das heißt, dass die Körperzellen nicht oder nur noch schlecht mehr auf das produzierte Insulin ansprechen.

Diabetes Typ 1 – Symptome

Menschen, die vom Diabetes Typ 1 betroffen sind leiden anfangs häufig unter folgenden Symptomen:

  • Schneller Gewichtsverlust → Da ohne Insulin kein Zucker in die Zelle transportiert werden kann, fehlt der Zucker als Energiequelle. Der Körper muss also vermehrt Fett als Energiequelle verbrennen, was zu einem schnellen Gewichtsverlust führt.
  • Hoher Durst und Harndrang → Der Körper versucht den Zucker über die Nieren und den Urin auszuscheiden.
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Wadenkrämpfe
  • Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Seh- und Konzentrationsstörungen

Diabetes Typ 1 – Ursachen

Die Wissenschaft sieht die Ursachen für die Autoimmunerkrankung in dessen Folge die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört werden in einer Mischung der folgenden Faktoren

  • Erbanlagen
  • Verschiedenen Umweltfaktoren (Virusinfektionen, Vitamin-D-Mangel etc.)

Diabetes Typ 1 – Diagnose

Treten die genannten Symptome auf (siehe Diabetes Typ 1 -Symptome) müssen ärztliche Untersuchen klären, ob eine Diabeteserkrankung vorliegt. Eine Untersuchungsmöglichkeit ist der Glukosetoleranztest. Hier trinkt der Patient auf nüchternen Magen eine 75g Glucose-Wassermischung. 120 Minuten später erfolgt dann eine Blutzuckermessung. Sind die Messergebnisse über 200 mg/dl, spricht dies für eine Diabeteserkrankung. Bestätigen sich die Ergebnisse auch bei einer zweiten Messung zu einem späteren Zeitpunkt, wird die Diagnose Diabetes gestellt.

Diabetes Typ 1 – Therapie

Da der Körper das Hormon Insulin nicht mehr selbst herstellen kann, muss es mit Hilfe von Insulinpräparaten dem Körper zugeführt werden. Hierzu wird heutzutage hauptsächlich der Insulinpen oder die Insulinpumpe verwendet.

  1. Insulinpen: Kugelschreiberförmiges Gerät, welches mit einer Insulinpatrone und einer Injektionsnadel bestückt werden kann. Mit der Einstellhilfe kann genau die benötigte Insulinmenge bestimmt werden.
  2. Insulinpumpe: Medizinisches Gerät, welches über einen Katheter dauerhaft am Körper getragen wird. Es werden im Laufe des Tages automatisch die programmierten Insulinmengen an den Körper abgegeben.

Neben der Insulintherapie ist eine bewusste Lebensgestaltung mit ausgewogener Ernährung und Bewegung zu empfehlen.

 

 

 

 

 

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