Blutzuckerwerte

Blutzuckerwerte

Die Blutzuckerwerte geben den Zuckergehalt im Blut an. Die Werte sind im Laufe des Tages einigen Schwankungen ausgesetzt. Faktoren, welche den Blutzucker beeinflussen sind Nahrungsaufnahme, Bewegung, Tageszeit aber auch Erkrankungen wie der Diabetes mellitus.
Unterschieden werden dabei Kurzzeit-Blutzuckerwerte und Langzeit-Blutzuckerwerte, welche auch als HbA1c-Werte bekannt sind.
Am Ende des Tages geben die Blutzuckerwerte an, ob eine Diabetes-Erkrankung vorliegt oder nicht.

Was sagen Blutzuckerwerte aus?

Wie der Name bereits verrät, beschreiben die Blutzuckerwerte den Glucosespiegel im Blut. Der Zucker gelangt über Nahrungsmittel in den Magen, wo sie zerkleinert  und an den Darm abgegeben werden. Im Darm wird der Zucker in kleinste Teilchen gespalten und gelangt über die Darmwand in das Blut. Das Blut transportiert den Zucker zu den Zellen, wo er als Energielieferant dient.

Der Zuckergehalt im Blut wird mit den Maßeinheiten mmol/l (Millimol pro Liter) oder mg/dl (Milligramm pro Deziliter) angegeben. Dabei bezieht sich die Einheit mmol/l auf die Anzahl der Zuckerteilchen pro Volumen, wohingegen die Einheit mg/dl auf das Gewicht der gelösten Teilchen eingeht.

Umrechnungsformel:
mmol/l x 18 = mg/dl
mg/dl : 18 = mmol/dl

Bei Menschen mit Diabetes mellitus sind die Blutzuckerwerte dauerhaft erhöht. Um die Blutzuckerwerte dann wieder in den Normbereich zu bringen, ist eine Änderung des Lebensstils und ggf. Medikamente notwendig.

Kurzzeit-Blutzuckerwerte – Was ist das?

Die Kurzzeit-Blutzuckerwerte werden mehrmals täglich mit einem Blutzuckermessgerät (hier zum Test) gemessen. Die Messungen erfolgen meist morgens nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen und dann drei bis sechmal täglich zu den Mahlzeiten.
Für Diabetiker ist es die einfachste Möglichkeit ihren Blutzuckerspiegel zu überwachen, um somit Über- und Unterzuckerungen zu vermeiden. Außerdem bestimmt der Kurzzeit-Wert die zu spritzende Insulinmenge.

Die Blutzuckermessung:

  1. Hände mit warmem Wasser waschen.
  2. Lanzette in die Stechhilfe einsetzen.
  3. Stechtiefe einstellen.
  4. Teststreifen in das Blutzuckermessgerät einführen.
  5. Mit der Stechhilfe in den Finger stechen.
  6. Blut auf den Teststreifen auftragen.
  7. Blutzucker wird automatisch gemessen.
  8. Ergebnis ablesen.

Oraler Glucosetoleranztest (oGTT)

Der orale Glucosetoleranztest dient zur Frühdiagnostik von Diabetes. Die Durchführung erfolgt beim Arzt oder Diabetologen.

Ablauf des oGTT:

  • Zunächst wird der Nüchternblutzucker mittels einer Blutentnahme bestimmt. Nüchtern beudeutet: Keine Nahrungsaufnahme, kein Nikotin, kein Alkohol in den letzten 8-12 Stunden; lediglich Wasser ist erlaubt.
  • Dann trinkt man eine 75g Glucose-Wassermischung.
  • Nach 120 Minuten erfolgt die zweite Blutentnahme.
 Blutzuckerwert nüchternoGTT nach 120 Min
Normwert<100 mg/dl
<5,6 mmol/l
<140 mg/dl
<7,8 mmol/l
Gestörte Glucosetoleranz100-125 mg/dl
5,6-6,9 mmol/l
140-199 mg/dl
7,8-11,0 mmol/l
Diabetes mellitus>125 mg/dl
>6,9 mmol/l
>199 mg/dl
>11,0 mmol/l

Langzeit-Blutzuckerwerte (HbA1c) – Was ist das?

Die Langzeit-Blutzuckerwerte, auch HbA1c-Werte genannt, werden vierteljährlich über eine Laboranalyse beim Arzt bestimmt. Die Ergebnisse geben Rückschlüsse über die Blutzuckerwerte der letzten 8-12 Wochen.
Der HbA1c-Wert besagt, wie viele Zuckermoleküle sich an das körpereigene Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) angelagert haben. Der Wert wird in Prozent angegeben.

 HbA1c-Wert
Normbereich4-6%
Gefährdung Diabetes mellitus>6%

Fazit

Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte führen zu zahlreichen Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Nierenschäden, Schädigung der Blutgefäße und Netzhaut, welche bis zur Erblindung gehen können. Das macht deutlich wie wichtig ein korrekt eingestellter Blutzucker für die Gesundheit ist.

Treten Symptome wie schneller Gewichtsverlust, erhöhter Harndrang und Durst, Müdigkeit, Wadenkrämpfe und Kopfschmerzen, trockene Haut oder schlecht heilende Wunden auf, sollten möglichst schnell die Blutzuckerwerte durch einen oralen Glucosetoleranztest geprüft werden.
Wer nicht direkt zum Arzt gehen will, kann vorab den Wert mit einem Blutzuckermessgerät bestimmen. Schlussendlich muss jedoch der Arzt oder Diabetologe eine Diagnose stellen.

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